Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit...

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke " der Abgabenverordnung. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Der Verein besteht aus den aktiven Mitgliedern, den fördernden Mitgliedern (passive) und den Mitgliedern der Jugendabteilung. Desweiteren besteht es aus den Mitgliedern der Kindergruppe „Die Glühwürmchen“, den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung und den Ehrenmitgliedern.

 

50 Jahre freiwillige Feuerwehr Kaichen

von der Gründung bis heute

 

Teil I

Auszug aus dem Artikel von Wilhelm Georg Hahn zum 25-jährigen Bestehen der freiwilligen Feuerwehr Kaichen.

 

Vom langsamen Beginn Wiederaufbaus unseres Landes ab dem Jahre 1948 auf allen Gebieten des menschlichen Daseins, wird auch, wird auch das Feuerlöschwesen erfasst. Allenthalben werden freiwillige Feuerwehren gegründet. Zusammen mit einigen Interessierten Männern der Gemeinde Kaichen führt Bürgermeister Hermann Weitzel im Frühjahr 1952 Vorgespräche, um die bestehende Pflichtfeuerwehr in eine freiwillige Feuerwehr umzuwandeln. Man verspricht sich hiervon, was sich heute nach 25 Jahren voll bestätigt hat, dass Brandschutz und Hilfeleistungen aller Art besser gewährleistet wären, zum wohle der Bürger der Gemeinde. Das vorhaben gelingt. 45 Ortsbürger tragen sich in die Mitgliedsliste ein. Am 19. Juni 1952 findet die erste Mitgliederversammlung der freiwilligen Feuerwehr Kaichen im Rathaussaal statt.


Einer für Alle, Alle für Einen.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!


Unter diesem Motto beginnt die erste Zusammenkunft und auch die schwierige und mühevolle Arbeit der neu gegründeten Wehr. Fritz Weitzel wird zum Ortsbrandmeister gewählt. Kaum ins Leben gerufen, kommt die Wehr bei einem Scheunenbrand durch Blitzschlag im Sommer 1952 in Erbstadt zum Einsatz. Die freiwillige Feuerwehr Kaichen hat es im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens nicht leicht. Nur langsam kann sich ein Bewusstsein auf Inhalt und Wert einer freiwilligen Gemeinschaft im Dienst für die Allgemeinheit entwickeln. Wenn in diesen Darlegungen die Ortsbrandmeister erwähnt werden, so schließt dieser Begriff stets eine ganze Gruppe unermüdlich tätiger Mitarbeiter ein. Stets ist eine Gemeinschaftsarbeit vorhanden. Das gilt für die gesamten zurückliegenden 25 Jahre der freiwilligen Feuerwehr Kaichen. 1954 muss der mit viel Idealismus tätige Ortsbrandmeister Fritz Weitzel aus beruflichen Gründen Amt und Vorsitz niederlegen. Er wird zum Ehrenmitglied ernannt. Georg Zimmermann übernimmt den Vorsitz und damit die Ortsbrandmeisterstelle. In Zäher, unermüdlicher Arbeit gelingt es, einen den damaligen Verhältnissen entsprechenden Ausbildungs- und Ausrüstungsstand zu erreichen. Die Sirenenalamierung wird eingeführt. Im Jahre 1960 wird die Schlagkraft der Wehr durch Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze Metz TS 8/8 mit VW-Motor erhöht. Die Uniformierung der Wehr wird vorangetrieben. Viel Aufmerksamkeit wird auf die Bereitstellung der Löschwasserverhältnisse gelegt. Mit dem Vereinsmäßig geselligen Leben geht es jedoch nur langsam voran. Oft fehlt die Bereitschaft hierzu. Einige Höhepunkte bilden die Ausnahme. Die Einsatzbereitschaft und die Leistungsfähigkeit der freiwilligen Feuerwehr ist während der Tätigkeit von Ortsbrandmeister Georg Zimmermann von 1954 – 1964 stets vorhanden. Ende Januar1965 wird Kurt Scherer zum Ortsbrandmeister gewählt. Die Feuerwehr wird von neuem Aufwind erfasst. Sie beginnt sich verstärkt zu formieren, tatkräftig unterstützt von dem jungen Bürgermeister Wilfried Martin. Man spricht im Protokollbuch der freiwilligen Feuerwehr von einem neuen Anfang. Die Jugend wird angesprochen und die Jugend nimmt die Anrede an und zeigt viel Interesse. Die fortgeschrittenen wirtschaftliche und technische Entwicklung in den 60er Jahren bringt auch für die Feuerwehr neue Aufgaben. Autobrände sind zu bekämpfen, mit Schaumlöschern, Atemschutzgeräten und anderem mehr muss fachmännisch umgegangen werden. Erste-Hilfe-Kurse sind erforderlich. Die Basisarbeit zur Ausbildung des Einzelnen, vor allem der jungen Feuerwehrleute wird verstärkt erforderlich. Deshalb werden ständig Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Kassel belegt. Die Grundlehrgänge auf Kreisebene sind laufend beschickt. So wird fortschreitend der Ausbildungsstand der Wehr erhöht. Bei großangelegten Bezirksübungen wird der Ernstfall immer wieder geprobt und der Einsatz mit anderen Wehren im großen Rahmen und im Großeinsatz geübt. Mit dieser Intensiven Einzel- und Verbandsausbildung geht die langsame aber ständige Vervollkommnung der technischen Ausstattung einher. Am 5. Dezember 1965 muss die Wehr bei einem Katastropheneinsatz in Ilbenstadt sich bewähren. Der große Wunsch der aufstrebenden Wehr erfüllt sich 1967, nach 15 Jahren des Bestehens. Ein – wenn auch gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug wird angeschafft und für die Ansprüche der Wehr in Eigenleitung umgebaut. Mit dem Anschluss des eigenen Wassernetzes an die Fernleitung nach Frankfurt, die 1967 neu gebaut wird, wird das Problem der Löschwasservorräte gelöst. Auch das Vereinsleben erfährt einen Aufschwung vielfältigster Art. Nach 4 erfolgreichen Jahren legt Kurt Scherer sein Amt nieder. Gustav Bartsch wird im April 1969 zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Während seines Tätigkeitszeitraumes von 1969 – 1971 wird die Vervollkommnung der Uniformierung der Wehr vorangetrieben. Feuerwehrfeste werden immer wieder besucht. Die vorarbeiten zur Anschaffung eines Zeitgemäßen Löschfahrzeuges beginnen. Das Problem eines entsprechenden Gerätehauses wirft sich auf. Die Scheuen der ehemaligen Pfarrhofreite soll in Eigenhilfe umgebaut werden. Aus beruflichen Gründen muss Gustav Bartsch sein Amt niederlegen. Im März 1971 wird Josef Robitschko zu seinem Nachfolger gewählt. Eine großangelegte Werbeaktion bringt die freiwillige Feuerwehr Kaichen im Juli 1971 auf einen Stand von 187 Mitgliedern. Der 24 Oktober 1971 ist für die freiwillige Feuerwehr Kaichen von besonderer Bedeutung. Das neu angeschaffte Löschfahrzeug Borgward LF 8 8Baujahr 1962) kann zusammen mit dem in Eigenhilfe von 40 Mitgliedern der Wehr hergerichteten Gerätehaus im Rahmen eines „ Tages der offenen Tür „ voll Stolz der Einwohnerschaft vorgestellt werden. Das neue Löschfahrzeug kommt kurze Zeit nach seiner Inbetriebnahme bei einem Hühnerhausbrand in der Wingert zu seinem ersten Einsatz. Im rahmen der hessischen Gebietsreform wird die Gemeinde Kaichen Teil der der neuen Stadt Niddatal. Dieser Zusammenfluss hat auch seine Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen. Das Vorstandsmitglied der freiwilligen Feuerwehr Kaichen Heinrich Kopp wird 1972 durch Wahl innerhalb der Feuerwehr der einzelnen Stadtteile zum Stadtbrandinspektor bestimmt. In der Jahreshauptversammlung am 23. 03. 1973 wird er vom Bürgermeister der Stadt Niddatal Karl Klein zum zum Brandmeister ernannt und als Ehrenbeamter der Stadt vereidigt. Wehrführer Josef Robitschko erhält in der gleichen Versammlung seine Ernennungsurkunde zum Löschmeister. Mit der Einweihung und der Inbetriebnahme der neuen Bürgerhauses Kaichen, im März 1972, bietet sich auch für die freiwillige Feuerwehr die Möglichkeit vereinsmäßig, gesellschaftlich verstärkt in Erscheinung zu treten. Tanzveranstaltungen wie „Tanz in den Mai„ , „Nachtkerbtanz„ und Faschingsveranstaltungen geben den Mitgliedern und sonstigen Besuchern die Möglichkeit, sich im Feuerwehrkreis zu vergnügen. Innerhalb der Wehr wird verstärkter Wert auf Förderung eines Zusammengehörigkeitsgefühls gelegt. Hierzu werden Veranstaltungen durchgeführt, die schließlich bei den alljährlichen Vatertageszusammenkünften am „ Steinernen Tisch „ ihren Höhepunkt haben. Die Uniformierung wird auf seinem guten Stand gehalten und durch Ärmelabzeichen mit einem Wappen der freiwilligen Feuerwehr Kaichen ergänzt. Organisatorische Verbesserungen erhöhen die Schlagkraft der Wehr. In Eigeninitiative einzelner Mitglieder wird ein Anhänger mit Haspeln zur Aufnahme von 300 m Schlauchlänge hergestellt. 1974 kommt die Wehr bei zwei Bränden in Ilbenstadt zum Einsatz und kann dabei ihre Schlagkraft bewiesen. Im Juli 1975 scheidet der 1. Vorsitzende und gleichzeitiger 1. Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Kaichen Josef Robitschko auf eigenen Wunsch nach 4 Jährigem erfolgreichen Wirken aus seinem Aufgabenbereich. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 10. Oktober 1975 im Bürgerhaus Ersatzwahlen durchgeführt. Es erfolgt eine Ämtertrennung. Heinrich Kopp, gleichzeitig Stadtbrandinspektor, übernimmt nach seiner Wahl zum 1. Vorsitzenden die Vereinsarbeit der freiwilligen Feuerwehr. Zum 1. Wehrführer wird Axel Hilß bestimmt. Wiederholt ertönt 1975 und 1976 die Sirene und ruft die Feuerwehrmänner zu ihrer freiwillig übernommenen Pflicht. Waldbrände sind neben anderen kleineren Gefahren zu bekämpfen. Am 01. 01. 1976 ist Großeinsatz beim Scheunenbrand in der Hofreite Rupp in der Freigerichtstrasse. Hierbei meistert die Wehr unter ihrem Einsatzleiter Axel Hilß, unterstützt von den Wehren der Stadtteile und der freiwilligen Feuerwehr Heldenbergen eine schwierige Situation und kann dank übersichtlichen Anpackens den Schaden mindern.

 

Teil II

 

Die letzten 25 Jahre

 

Soweit ein Auszug aus dem letzten Artikel, den unser leider mittlerweile verstorbenes Mitglied Georg Hahn für die Festschrift zum 25 - jährigen Bestehen unserer Wehr mit viel Sachkenntnis und literarischem können verfasste. Im folgenden möchten wie die schönen, wie auch die schrecklichen Ereignisse der letzten 25 Jahre in Form von Bild und Text Revue passieren lassen. Denn vieles wird zu leicht vergessen; wie es auch der Redaktion nicht leicht viel, den Ereignissen die passenden Jahreszahlen zuzuordnen.

 

1977 das Fest zum 25 jährigen Bestehen war ein großer Erfolg. Das Zelt war immer gut gefüllt und die Gäste fühlen sich Wohl. Was kann man als Gastgeber mehr erwarten.


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Dem Festzug war strahlender Sonnenschein beschert. Er umfasste 45 Zugnummern. Die Kaicher Vereine, viele befreundete Feuerwehren, Niddataler Vereine und Spielmannszüge schufen ein farbenfrohes Bild.


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1979 Am 11. August geriet ein LKW durch einen auf der Ladefläche stehenden Teerofen in Brand. Direkt neben dem brennenden Teerofen stand eine Gasflasche. Nur durch das beherzte zupacken des damaligen Stadtbrandinspektors und Kaicher Feuerwehrmannes Heinrich Kopp konnte eine Explosion und damit das übergreifen auf die umliegenden Häuser verhindert werden.


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1980-81 In diesen Jahren wurde das Gerätehaus umgebaut und den gestiegenen Anforderungen angepasst. Die Bauarbeiten wurden von unserer Wehr fast ausschließlich in Eigenleistung erbracht.


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Im Jahre 1981 konnte die Feuerwehr dann zur Einweihung Laden. Unter den Gästen auch der damalige Bürgermeister Karl Klein, hier zwischen dem damaligen Wehrführer Axel Hilß und der Jugendfeuerwehr.


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1983 A,m 25. März 1983 wurde das neue Löschfahrzeug offiziell in Dienst gestellt. Es ist ein Löschgruppenfahrzeug LF8; Mercedes-Benz_Fahrgestell mit einem Ziegler Aufbau.


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Der neue kommt, der alte muss gehen. Nur mit schwerem Herzen trennt sich die Feuerwehr von Ihrem seit 1970 im Dienst stehenden LF8 Borgward, vor allem das Allradantriebs und des durch zugkräftigen Motors wegen.


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1986 Am 20. September führte der Vereinsausflug nach Nierstein am Rhein. Schon bei der motorisierten Tour durch Weinberge wurde dem edlen Rebensaft rege zugesprochen. Den Abschluss fand dieser sehr unterhaltsame Tag dann im Hof einer Straßenwirtschaft mit Musik und Tanz bis in die Nacht.

1987 Kerbsonntag 1987, ca 19.00 Uhr; Die Meldeempfänger alarmieren die Niddataler Feuerwehren. Als die Kaicher Wehr am Unfallort in Assenheim an der Niddabrücke eintrifft, zeigt sich ihnen ein erschreckendes Bild. Ein Autofahrer, mit überhöhter Geschwindigkeit aus Richtung Wöllstadt kommend, hatte ein gerade wieder anfahrendes Fahrzeug rückwärts den Ampelmast hoch geschoben. Zwei der drei Insassen konnten sofort schwer Verletzt aus dem Fahrzeug gerettet werden. Der Fahrer ebenfalls schwer Verletzt, war eingeklemmt und musste mit der Rettungsschere befreit werden. Durch den einsatzt von Hebekissen konnte das Fahrzeug stabilisiert werden da ein Abrutschen den Verletzten, wie auch die Rettungskräfte, gefährdet hätte.


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1987 Vereinsausflug nach Betzenrod unter Teilnahme vieler passiver wie aktiver Mitglieder.

1988 25. Februar, 0.45 Uhr. Das Wohnhaus in der Obergasse 9 brennt. Der Hausherr kann sich nur durch einen Sprung aus den 1 Stockwerk retten, wobei er sich einen Fuß bricht. Die Feuerwehr aus Ilbenstadt unterstützt mit Ihrer Drehleiter die Löscharbeiten.

 

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1988 20. Mai, 12.58 Uhr. Spielende Kinder setzen eine ehemalige Hofreite in der Assenheimer Straße in Bönstadt in Brand. Neben einem Teil des Gebäudebrandes konnten auch die anwesenden „Bewohner“ des Stalls vor dem Feuertod gerettet werden. Hier Karlfried Faulstich von der FFW Kaichen bei der Lebensrettung.


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1989 Bombenarlarm in der Freigerichtstraße. Bei Erdarbeiten auf dem Anwesen Merz wurde ein verrosteter Zylinder gefunden. Der Bombenräumdienst wurde gerufen, konnte aber nach eingehender Untersuchung Entwarnung geben. Es handelt sich zu Glück nur um ein altes Brunnenrohr.


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1990 Brandstiftung in der Hauptstraße 16 in Assenheim. Als die Feuerwehren anrücken steht bereits der gesamte Dachstuhl in Flammen. Die Feuerwehren bekommen den Brand allerdings in kürzester Zeit unter Kontrolle und können ein Übergreifen auf andere Gebäude verhindern.


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1990 In der ehemaligen Tankstelle in der Freigerichtstraße gerät bei Schweißarbeiten ein Opel Ascora in Brand. Aufgrund der Verbrennenden Kunststoffe müssen die Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz vorgenommen werden.


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Stellvertretend für das, was man schon als „Tagesgeschäft“ bezeichnen kann, nämlich leichte und mittlere Verkehrsunfälle und im Sommer Flächenbrände auf Äckern und an Bahndämmen, Hier einige Fotos.


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1990 Der Vereinsausflug führt dieses Jahr zur Feuerwache 3 des Frankfurter Flughafens.

1991 bei einem Unfall verbrennt der Fahrer in seinem Wagen. Als die Feuerwehren alarmiert werden ist er schon nicht mehr zu retten.


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1991 Auf dem Marienhof brennt der Misthaufen. Allerdings hat dieser eine Länge von 40m, eine Breite von 16m, und eine Höhe von 12m. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da nicht die Oberfläche brennt, sondern durch Selbstentzündung das Innere des Misthaufens.


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1992 Der Vereinsausflug geht unter Anteilnahme vieler Mitglieder zur Grube Fortuna.

1992 Jetzt dringen auch in Kaichen die Frauen in die einstige Männerdomäne Feuerwehr ein. Es müssen Toiletten und Umkleiden geschaffen werden. Ein Anbau entsteht.


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1994 Der Vereinsausflug geht nach Schloß Mespelbrunn.

1995 In Assenheim brennt die Hofreite Reuling. Die Niddataler Wehren verhindern das Schlimmste. Es kommen weder Mensch noch Tier zu schaden.

1999 Ein Kaicher Bürger kommt bei einem schweren Verkehrsunfall am Steinerner Tisch ums Leben. Die Feuerwehr kann nicht mehr helfen.

1999 28. Mai Diesen Tag wird so schnell kein Kaicher vergessen. Gegen 14.15 Uhr setzen Sintflutartige Regenfälle ein, die auf ihrem Weg in den tief gelegenen Ortskern Fahrbandecken Aufrissen und Schlamm von den umliegenden Feldern in die Keller spülte. Die Kanäle, solche Regenmassen nicht gewachsen, waren voll, oder durch den Schlamm verstopft. Zeitweise Stadt das Wasser auf der Freigerichtstraße 1m hoch. Die Feuerwehr bekam in der ersten Stunde Unterstützung von Nachbar wehren, bis diese in Ihre Heimatgemeinde zurückgerufen wurden, um dort gegen das Hochwasser zu Kämpfen. Es wurde mit Pumpen, Sandsäcken und Schaufeln versucht gegen Wasser und Schlamm anzukämpfen. Die Aufräumarbeiten erstreckten sich bis in den nächsten Tag, bis alle Schäden beseitigt waren vergingen Monate.


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1999 Spenden macht es möglich. Ein neu-gebrauchter VW Bus konnte angeschaft werden. Der Alte war mittlerweile zu einem „Geldgrab“ geworden. Von einem großen Wetterauer Betrieb wurde ein dort „ausgemusterter“ VW Bus (Laufleistung erst 90.000 km) an die FFW Kaichen übergeben. Die vielen Sachspenden anderer Firmen unbd die engagierte Arbeitdes Gerätewarts ermöglichten dann den Feuerwehr gerechten Umbau. Im Dezember 1999 konnte das neue Fahrzeug dann feierlich in den Dienst gestellt werden.


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2000 In diesem Jahr wurde aus der freiwilligen Feuwerwehr Kaichen die freiwillige Feuerwehr Kaichen e.V.. In Anbetracht des bevorstehenden Festes schien es dem Vorstand angebracht die Gemeinnützigkeit zu beantragen. Diese wurde, wer hätte es anders erwartet, dem Verein auch ohne weiteres zuerkannt.

In den letzten Jahren ist es zur lieben Gewohnheit geworden, dass die Einsatzabteilung im Zweijahresrythmus zu einem Wochenendausflug aufbricht. Diese haben uns bisher nach Fulda, an den Main und im Jahre 2000 nach Thüringen, auf die Krayenburg geführt. Vom letzten Ausflug ist dann auch endlich mal ein fotografischen Dokument vorhanden.


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2001 Beim einbiegen in den Feldweg an der Nerzfarm schaukelt sich ein Traktor derart auf, dass er die Böschung herunter stürzt und den Fahrer unter sich begräbt. Die Beifahrerin wird zu ihrem Glück vom Beifahrersitz auf den Acker geschleudert. Die FFW Kaichen hebt den Traktor mit Hilfe eines Greifzuges an. Der Notarzt kann allerdings dem Fahrer nicht mehr Helfen.


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2001 Die Leiche der Kleinen Julia wird in der Diebseiche, nicht weit von der B45 bei Löscharbeiten an einem Holzstoß entdeckt. Die Feuerwehren unterstützen die Polizei bei der Fundortsicherung und sperren die ganze Nacht das Areal gegen Schaulustige und engagierte Fotografen ab.

2001 Ein schwerer Verkehrsunfall ereignet sich in den Morgenstunden auf der B45, in der Waldschneise. Ein mit 3 Personen besetzter PKW kommt von der Fahrbahn ab und rammt frontal ein entgegenkommendes Fahrzeug. Zwei der drei Personen können das Unfall Verursacher Fahrzeug eigenständig verlassen. Der Fahrer ist eingeklemmt und verstirbt am Unfallort. Die Fahrerin des entgegenkommenden Fahrzeuges wird, schwer Verletzt, unter Einsatz der Rettungsschere, aus ihrem Fahrzeug befreit.


FOTO 23+24


Dieser Querschnitt durch die verschiedensten Einsätze, ehrenamtlichen Tätigkeiten aber auch geselligen Momenten der Kaicher Feuerwehr zeigen, dass hier eine starke Gemeinschaft besteht, die auch den Anforderungen der Zukunft getrost ins Auge schauen kann.Eingegangen wurde hier allerdings nicht auf die vielen Stunden die ein Feuerwehrmann heutzutage für Übungen, Lehrgangsbesuche und Schulungen aufbringt, um sein Wissen auf dem Aktuellen Stand der Technik zu halten, damit er Anderen helfen aber auch sich selbst zu schützen vermag.

 

(Bilder folgen)

Dienstag, 20. November 2018