Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit...

Die Jugendfeuerwehr Kaichen wurde 1977 gegründet und besteht zur Zeit aus 16 aktiven Jugendfeuerwehr Mitgliedern. Der Altersbereich reicht von 10 bis 17 Jahren. Falls auch Du Interesse hast, dann schau einfach mal vorbei. Wann wir uns treffen, steht unter der Rubrik "Termine". Den Mitgliedsantrag gibt es unter der Rubrik "Downloads".


Jugendflamme I

Jugendflamme II

Jugendflamme III

 

Was macht die Jugendfeuerwehr?

Die Jugendfeuerwehr trifft sich regelmäßig alle 2 Wochen, dabei werden sowohl theoretische, als auch praktische Grundlagen der feuerwehrtechnischen Ausbildung vermittelt. Die Jugendfeuerwehr soll dadurch an die "Materie Feuerwehr" herangeführt werden, so dass man, falls man später in die Einsatzabteilung wechseln sollte, eine solide Grundlage hat. Vor allem in der Praxis wird das Wissen vermittelt, deshalb überwiegt auch der praktische Anteil gegenüber dem theoretischen. Was die Jugendlichen wirklich "drauf haben", zeigt sich an diversen Wettkämpfen, die sie bestreiten. Dies sind feuerwehrtechnische oder aber auch sportliche Wettkämpfe, doch im Vodergrund steht dabei immer die Teamarbeit. Außerdem gibt es einmal im Jahr eine Gemeinschaftsübung mit anderen Jugendfeuerwehren. Dies sind komplexere Übungen im Charakter eines realen Einsatzes z.B. Fahrt mit Blaulicht und Martinhorn etc., bei denen alle Niddataler und die Nieder-Wöllstädter Jugendfeuerwehren beteiligt sind. Außerdem werden im Rahmen der allgemeinen Jugendarbeit Ausflüge, Besichtigungen, Grilltage, Filmabende, etc. veranstaltet.

 

Wenn auch Du interesse hast, dann melde dich bei unserem Jugendwart oder schau einfach mal bei einer unserer Übungsstunden vorbei.

 

25 Jahre Jugendfeuerwehr Kaichen

 

1977- ein Jahr voller Ereignisse! In den USA wurde der Demokrat James Earl „Jimmy“ Carter als 39. Präsident vereidigt, in Memphis/Tennessee starb die amerikanische Rock-´n´-Roll Legende Elvis Presley an Herzversagen, in Paris startete der berühmte und luxuriöse Orientexpress „Paris – Istanbul“ zu seiner letzten Fahrt. In Deutschland brachte die Journalistin Alice Schwarzer die erste Ausgabe der feministischen Zeitschrift „Emma“ heraus, in Bonn verabschiedete der Bundestag eine Wehrdienst-Novelle, nach der Wehrpflichtige erstmals ohne Gewissensprüfung zwischen Bundeswehr und Zivildienst wählen durften. Doch eines der wichtigsten Ereignisse dieses Jahres fand am Abend des 27. Dezember gegen 20:30 Uhr im Feuerwehrhaus Kaichen statt. Dort kam es nämlich in einer außerordentlichen Sitzung der Aktiven – nach einer heftigen Diskussion – zu einer nicht ganz einstimmigen Gründung der Jugendfeuerwehr Kaichen, die dann offiziell auf der Jahreshauptversammlung einige Monate später bekannt gegeben wurde. Dieses Ereignis legte der Grundstein für die nun 25 jährige Geschichte der Jugendfeuerwehr Kaichen. War sie anfangs lediglich als Vorbereitung auf die Einsatzabteilung gedacht, so umfasst sie heute neben klassischer feuerwehrtechnischer Ausbildung auch allgemeine Jugendarbeit. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Dieter Beier, Gunter Blumhagen, Frank Dietrich, Thomas Dietrich, Frank Dauth, Michael Erlenmaier, Jens Fischer, Eckhard Giebel, Dieter Hilß, Michael Hilß, Michael Krieg, Volker Kollosche, Michael Martin, Reiner Miltenberger, Reiner Rühl, Manfred Schweizer, Gunnar Seemann, Alexander Weigeld und Ralf Weckwert. Diesem Beispiel sollten in den kommenden Jahren noch viele Jungen aber auch Mädchen folgen! Heute im Jubiläumsjahr beträgt die Mitgliederzahl stolze 14 Jugendliche, die an den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr großes Interesse bekunden. Im Zeitalter von Computer Internet und Handy ist dies keine Selbstverständlichkeit mehr, genauso wie die ehrenamtliche Tätigkeit des Jugendwarts. An dieser stelle möchten wir daher die „Ausbilder“ der letzten 25 Jahre vorstellen, die das Bild der Jugendfeuerwehr stark geprägt haben. Zu Ihnen gehören als 1. Jugendwart Karl-Heinz Jäger, ihm folgten Kurt Schmiedberger, Michael Denzer, Gunar Kopp, und als jetziger amtierender Erland Frech. Ihre Hauptaufgabe befasste bzw. befasst sich mit der theoretischen und praktischen Ausbildung der Jugendlichen an feuerwehrtechnischen Gerätschaften. Dazu findet alle 14 Tage freitags gegen 17:00 Uhr ein Treffen der Jugendfeuerwehrmitglieder im Feuerwehrhaus statt, bei dem auf Grundlage der Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) die die praktischen Übungen durchgeführt werden. Den Jugendlichen soll damit der Umgang und die Anwendung für feuerwehrtechnische Gerätschaften – die so auch im Ernstfall zum Einsatz kommen – vermittelt werden. Dabei beschränkt sich die Ausbildung aber nicht nur auf Tätigkeiten an der sogenannten „Kübelspritze“, sondern umfasst auch andere Themengebiete, wie zum Beispiel die Durchführung eines Erste-Hilfe-Lehrganges oder eines Holzbrennlehrganges, wie er im Jahre 1985 stattgefunden hat. Teamarbeit wird hierbei ganz groß geschrieben. Seit 1984 ist es daher zur Tradition geworden, dass gegen Ende eines jeden Jahres, die Niddataler Jugendfeuerwehren eine Gemeinschaftsübung in den verschiedenen Stadtteilen abhalten, um ihre Schlagkraft unter Beweis zu stellen. Nach erfolgter Alermierung über Funk wird unter realistischen Bedingungen jeweils mit Blaulicht und Martinshorn die „Einsatzstelle“ angefahren und dort ein „simulierter Brand“ gelöscht. Für viele junge Feuerwehrleute ist der Erwerb der „Leistungsspange der Hessischen Jugendfeuerwehr“ in ihrer kurzen Jugendfeuerwehrzeit das Nonplusultra. Hierbei muss eine Gruppe – bestehend aus 9 Jugendlichen – verschiedene Aufgaben bewältigen, wie zum Beispiel die Durchführung einer Übung nach FwDV 4 unter den kritischen Augen eines Schiedsrichters oder die Beantwortung von Fragen über den Allgemeinen Feuerwehrdienst. Am Ende der Veranstaltung steht die Feierliche Übergabe der Leistungsspange an, welches die höchste Auszeichnung darstellt, die ein Jugendfeuerwehrmitglied erhalten kann. Alle teilnehmenden Jugendlichen der Feuerwehr Kaichen konnten diese Kapitel in ihrem Leben erfolgreich abschließen. Ein weiteres Aufgabengebiet, das immer mehr in den Vordergrund rückt ist die allgemeine Jugendarbeit. Dies ist im Bereich der Jugendfeuerwehr ein Sammelbegriff für verschiedene Aktivitäten außerhalb des feuerwehrtechnischen Dienstes. So war zum Beispiel die Teilnahme an einer Fahrradrelly, anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Nieder-Wöllstadt (1978) aus unserer Sicht durchaus erfolgreich, denn wir belegten dort die Plätze 1, 2 und 4. Nach dem Gewinn dieser ersten Pokale wurde das Jahr 1978 mit einem erlebnisreichen Zeltlager in Majoß beendet. Neben den Zeltlagern waren aber auch die Besuche größerer Veranstaltungen, wie zum Beispiel des Florianstages 1984 in Heldenbergen für die Jugendfeuerwehr stets eine willkommene Abwechslung. Hierbei konnten sich die Jugendlichen neben Geschicklichkeits Spielen über das Aufgabenspektrum der Feuerwehren informieren. Ein weiteres Higlight stellten die Glassammelaktion der Niddataler Jugendfeuerwehren in den Jahren 1989 und 1990, die jeweils zwischen Weihnachten und Neujahr abgehalten wurden, dar. Durch die Einsammlung des Altglas´von Haus zu Haus brachte man schließlich stolze 12 bzw. 10 Tonnen auf die Waage. Darüber hinaus engagieren sich die Jugendfeuerwehren in ihrer Gemeinde sehr stark für die Umwelt- und Naturschutz. 1991 beteiligte sich die Jugendfeuerwehr Kaichen deshalb aktiv neben den Niddataler Jugendfeuerwehren an der Vorbereitung für die Neubepflanzung einiger Waldstücke im Sturm geschädigten Revier des Hessenwaldes durch den „Jahrhundertorkan Wiebke“. Im Rahmen dieser Umweltaktion trugen über „60 fleißige Rothelme“ in verschiedenen Gruppen Reisig und Äste auf einen großen Haufen zusammen und machten somit Platz für neue Bäumchen, die dann von Förster Ortland im Anschluss gesetzt werden konnten. Im Jahre 1992 besuchten unsere Jugendlichen gemeinsam mit den Niddataler Jugendfeuerwehren die Feuerwache 3 der Flughafenfeuerwehr Frankfurt. Besonders beeindruckend war für die Jugendlichen das Flughafenlöschfahrzeug „Simba“, da viele von ihnen nicht einmal die Größe der Reifen erreichten. Im darauffolgenden Jahr standen Besuche im Windenergiepark Vogelsberg und im Wasserkraftwerk in Lißberg auf dem Programm. Dort bekamen die Jugendlichen einen Einblick mit welchen alternativen Energiegewinnungsmethoden Strom erzeugt werden kann. Für das Jahr 2000 wäre der Besuch beim Deutschen Jugendfeuerwehrtag in Saarlouis zu erwähnen. Unsere Jungen und Mädchen hatten hier die Möglichkeit Hessen mit einem Aktionsstand während dieses Großereignisses zu vertreten und Erfahrungen mit anderen Jugendfeuerwehren aus ganz Deutschland auszutauschen. Zu den Jährlich wiederkehrenden Höhepunkten zählen außerdem die Besuche der Kreissportwettkämpfe und der „Spiele ohne Grenzen“. Die Kreissportwettkämpfe werden vom Wetteraukeis ausgerichtet und bieten eine bunte Mischung aus feuerwehrtechnischer Ausbildung und sportlicher Betätigung. An diesen Sportwettkämpfen nahm die Jugendfeuerwehr Kaichen u.a. in den Städten Friedberg (1990) und Gedern (1991) teil. Das „Spiel ohne Grenzen“ stellt eine Art „Gaudiwettkampf für Jugendliche“ dar, bei dem der Faktor Spaß eine große Rolle spielt. Hier konnten die Jugendlichen bei kuriosen Spielen wie zum Beispiel Sommerski, Wasserkisten stapeln, Fangleinenzielwurf und Riesenpuzzl ihre Geschicklichkeit und ihren Einfallsreichtum unter Beweis stellen. Die Jugendfeuerwehr Kaichen konnte in dieser Disziplin mit anderen Mannschaften erfolgreich mithalten, und erkämpfte einige erste Plätze, so z.B. der 1. Platz 1985 in Ockstedt. In den letzten 25 Jahren wurden nicht nur Wettkämpfe besucht, sondern anlässlich des 10-jährigen, 15-jährigen und 20-jährigen Bestehens selbst ein „Spiel ohne Grenzen“ mit Zeltlager veranstaltet. Die Jubiläen wurden allerdings nur in keinem Rahmen gefeiert, dabei konnte sich die Bevölkerung eine Einblick in die Jugendfeuerwehr verschaffen. In den vergangenen Jahren wurden fast Jährlich Umweltschutzaktionen durchgeführt, so wurde z.B. eine Sträucherschonung auf Kaicher Gemarkung bepflanzt. Dieser Tag wird nicht in Vergessenheit geraten, es wurde die reinste Schlammschlacht. Es regnete so lange, bis wir alle Sträucher gepflanzt und unsere Geräte gereinigt waren. Dann, als hätte sie es gewusst, erschien die Sonne in ihrer vollen Pracht. Anschließend möchten wir noch auf Perspektiven nach der Jugendfeuerwehrzeit eingehen. Jedes Jugendfeuerwehrmitglied hat nämlich mit Vollendung des 17. Lebensjahres die Möglichkeit in die Einsatzabteilung der Feuerwehr zu wechseln. Auch aus unserer Jugendorganisation haben sich viele Jugendliche für den ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr entschieden. Zum Abschluss wünschen wir der freiwilligen Feuerwehr und Jugendfeuerwehr für die Zukunft und ihren weiteren Werdegang alles Gute und den Lesern noch viel Spaß bei dem Jubiläumsfest in Kaichen.

Dienstag, 18. Dezember 2018