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11.05.2012 - Grundsteinlegung des neuen Feuerwehrhauses

Hier zunächst einmal eine kleine Bildauswahl

Der Bürgermeister, Dr. Hertel, bei seiner Ansprache

Der Bürgermeister, Dr. Hertel, bei seiner Ansprache

 

Der KBI, Otfried Hartmann, bei seinem Grußwort

Der KBI, Herr Hartmann, bei seinem Grußwort

 

Überblick über die Anwesenden1

Überblick über die anwesenden Gäste

 

Überblick über die Anwesenden2

Überblick über die Anwesenden Gäste

 

Der Wehrführer, Kurt Schmidberger, beim Verlesen der Grundsteinurkunde

Der Wehrführer, Herr Schmidberger, beim Verlesen der Grundsteinurkunde

 

Gruppenbild

Von Links nach Rechts:

Der Architekt, Herr Kemper; der Polier der Firma Philipp, Herr Löffler; der Wehrführer, Herr Schmidberger;

der Bürgermeister, Herr Dr. Hertel; der KBI, Herr Hartmann; der Stadtverordnetenvorsteher, Herr Wittmann;

der Stadtbrandinspektor, Herr Reiter

 

Grundsteinlegung 1

Die Grundsteinhülse mit Urkunde, Bauplänen, der heutigen Tageszeitung, aktuellen Euromünzen und einem Wappen der

Freiwilligen Feuerwehr Kaichen wird in den Grundstein gelegt.

 

Grundsteinlegung 2

Der Grundstein wird verschlossen

 

Ein kleiner Imbiss

Ein kleiner Imbiss, den der Verein "Freiwillige Feuerwehr Kaichen e.V." vorbereitet hat

 

Im folgenden der Bericht der "Wetterauer Zeitung" vom 12. Mai 2012:

 

Grundstein für Kaichener Gerätehaus ist gelegt


Niddatal-Kaichen (udo). Lange hat es gedauert: Am frühen Freitagnachmittag wurde der Grundstein des neuen Feuerwehrgerätehauses im entstehenden Gewerbegebiet gelegt.

Die Fundamente sind bereits errichtet, die Stahlbauarbeiten abgeschlossen und mit dem Rohbau ist begonnen worden. Es war ein langer Weg bis zum ersten Spatenstich Mitte Dezember und zur Grundsteinlegung.

Während am Freitag die ersten Gewitterwolken aufzogen, begrüßte Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel zahlreiche Wehrleute aus den Stadtteilen, Ehrengäste und Architekt Wilhelm Kemper, der eigens aus Unna angereist war. Hertel wandte sich der langen Geschichte des Projekts zu. Bereits 2007 und 2008 hatten Überprüfungen ergeben, dass das alte Feuerwehrhaus in der Südstraße nicht mehr den Standards entspreche und auch nicht mehr zu sanieren sei. Der Entwurf für einen Neubau, den Architekt Kemper dem Innenministerium vorgelegt habe, sei im August 2009 mit einer Fördersumme von 180 000 Euro beschieden worden.

Die laufende Baumaßnahme umfasse 1,2 Millionen Euro, wovon die Fördersumme durch das Land nur einen geringen Teil ausmache. Der Standort im neuen Gewerbegebiet habe sich als günstigste der Alternativen erwiesen, doch der Grundstückserwerb habe die Realisierung verzögert. Im Oktober oder November nun soll das Haus seiner Bestimmung übergeben werden. Die Erschließung, die auch für die Biogasanlage genutzt werden soll, muss allerdings noch erfolgen. Hier hänge alles von der Genehmigung durch den Kreis ab, sagte Hertel. Er betonte: »Dies ist eine der größten Maßnahmen der Stadt Niddatal in den letzten Jahren.« Sie sei nicht unumstritten, doch die Sicherheit der Bevölkerung müsse immer Vorrang haben. Der Dienst der Ehrenamtlichen müsse attraktiv bleiben. Kein Euro, der hier ausgegeben werde, sei zu viel. Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann schloss sich dem in seinem Grußwort an und hob hervor, er freue sich immer, wenn ein neues Gerätehaus entstehe, das den Anforderungen entspreche. »Es wird immer schwieriger, Menschen für den Feuerwehrdienst zu gewinnen.« Die Entscheidung Niddatals für das neue Gerätehaus sei richtig gewesen: »Nur mit einer guten Ausstattung kann die Feuerwehr erfolgreich sein.«

»Einige hingen am alten Gerätehaus«

Wehrführer Kurt Schmidberger hatte die kupferne Dokumentenurne mit dem Bauplan, einigen Münzen und einer Tageszeitung gefüllt. Die Röhre wurde versenkt und der Stein gesetzt. Dann erwogen alle, dass in einigen Wochen ja auch noch das Richtfest gefeiert werden könnte. Bei einem deftigen Teller Gulaschsuppe erklärten einige Feuerwehrleute, auch wenn das alte Gerätehaus in der Südstraße zu klein und völlig veraltet gewesen sei, »hingen einige doch an ihm«. Um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, müssten aber Auflagen hinsichtlich Ausstattung und Lage des Gerätehauses erfüllt werden – und dies war in der engen Südstraße unmöglich. Unter anderem wären die geforderten getrennten Zufahrten für Einsatzkräfte und Rettungsfahrzeuge nicht zu realisieren gewesen. Auf der Suche nach Alternativen kam die gegenüberliegende Schule, die von den Vereinen genutzt wird, in den Blick. Hier wäre zwar Platz für eine zweite Zufahrt gewesen, aber der Streit über die Verteilung der Kosten war abzusehen. Die Umgebung des Bürgerhauses kam als möglicher Standort ins Gespräch, doch wäre er nur durch enge Gassen zu erreichen gewesen. Nachdem sich eine leerstehende Halle an der Durchgangsstraße wegen aufwendigen Umbauten und hoher Kosten als ungeeignet erwiesen hatte, setzte sich das Areal an der Kreisstraße nach Bönstadt durch.

Im vergangenen Jahr war noch darüber debattiert worden, ob ein Löschwassertank auf dem Feuerwehrgelände errichtet werden soll, doch zeigte sich dann, dass der Wasserdruck im Ort erhöht werden kann und der Tank deshalb nicht nötig ist. Klar war jedenfalls, dass noch im Dezember mit dem Bau begonnen werden musste, um die Fördermittel nicht zu verlieren. Dieses Ziel wurde erreicht. Umstritten bleibt, ob es in einer kleinen Kommune wie Niddatal sinnvoll ist, vier Feuerwehrstandorte zu unterhalten. Die Befürworter argumentieren, dass sich nur mit dezentralen Standorten die Aktiven motivieren und die Alarmzeiten einhalten ließen.

 

Im folgenden der Bericht der "Frankfurter Neue Presse" vom 14. Mai 2012:

 

Und ab mit der Zeitkapsel

Grundsteinlegung im neuen Feuerwehrgerätehaus Kaichen – Vollendung im November geplant

Nicht nur die Sonne strahlt, auch den Feuerwehrleuten aus Kaichen ist die Freude ins Gesicht geschrieben. In einer Feierstunde wurde der Grundstein fürs neue Feuerwehrgerätehaus gelegt.

Von Ingrid Zöllner

Niddatal. "In die Zeitkapsel haben wir eine Tageszeitung, Baupläne, Münzen, Vereinswappen und eine Urkunde gelegt", erzählt Wehrführer Kurt Schmidberger. Auf der Urkunde stehen nicht nur die Namen der derzeitigen Politiker von der Bundeskanzlerin bis zum Bürgermeister von Niddatal, sondern unter anderem auch die der Einsatzgruppe der Feuerwehr und des Vereins.

"Damit die spätere Generation weiß, was alles passiert ist", sagt Schmidberger. Bürgermeister Bernhard Hertel (parteilos) darf die Kapsel zusammen mit Maurer Gerhard Löffler mit dem Grundstein einmauern.

Der Technische Prüfdienst hatte im Jahr 2007 Mängel am alten Gebäude festgestellt. Es entsprach nicht mehr den technischen Anforderungen. Dieses Gutachten wurde 2008 erneut bestätigt. Die Stadt dachte zunächst über eine Sanierung nach. Aufgrund der örtlichen Begebenheiten musste das jedoch fallen gelassen werden. Es wurde nach einem neuen Standort als Ersatz für das in die Jahre gekommene Haus gesucht.

180 000 Euro Förderung

2008 gab Architekt Wilhelm Kemper einen ersten Entwurf ab, der schließlich beim Hessischen Innenministerium eingereicht wurde. Von dort gab es im August 2009 eine Zusage für eine Förderung in Höhe von 180 000 Euro. Das gesamte Projekt kostet 1,2 Millionen Euro.

Ein Grundstück wurde am Ortsrand an der Altenstädter Straße gefunden, indes verzögerte sich das Vorhaben, weil es längere Verhandlungen mit dem Eigentümer gab. Im November war der Bauantrag genehmigt, der Spatenstich folgte im Dezember. Wegen der späten Jahreszeit hatte der Architekt der Stadt geraten, den Bau erst 2012 zu beginnen, um nicht im Winter eine offene Baustelle zu haben.

An die Sicherheit denken

"Wir haben im März mit den Arbeiten begonnen, die schon recht weit fortgeschritten sind", sagt Hertel. Ziel ist es, das Gerätehaus bis November seiner Bestimmung zu übergeben. "Die ganze Maßnahme war und ist umstritten. Sie ist eine der größten und teuersten der Stadt. Aber man muss an die Sicherheit denken und daran, dass Rettungsfristen optimiert werden."

Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann sagt: "Ich freue mich immer, wenn es Feuerwehrhäuser gibt, die Anforderungen entsprechen. Es war der richtige Schritt, denn so ist man durch moderne Technik besser gerüstet." Für die Stadt sei es keine leichte, aber eine notwendige Entscheidung gewesen. Er wünscht den Kameraden, dass sie sich nach Vollendung bald wie zu Hause fühlen. "Nur, wer sich wohl fühlt, kann erfolgreich als Team arbeiten", sagt er und hofft, dass mit dem Gerätehaus wieder mehr Nachwuchs zur Feuerwehr findet.

 

Im folgenden der Bericht der "Niddataler Nachrichten" vom18. Mai 2012

Grundsteinlegung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Kaichen

Bei der Überprüfung des Feuerwehrgerätehauses Kaichen in 2007 durch den "Technischen Prüfdienst Hessen" wurde festgestellt, dass das Gerätehaus nicht mehr den technischen Anforderungen und den Vorgaben der "Unfalkasse Hessen", unter dem Gesichtspunkt des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, entspricht. Bestätigt wurden diese Feststellungen durch ein zweites Gutachten der Unfallkasse im Jahr 2008.

Im Laufe des Jahres 2008 wurde daraufhin geprüft, ob die gestellten Anforderungen durch eine umfassende Sanierung des Hauses erfüllt werden könnten. Dieser Ansatz musste allerdings auf Grund der örtlichen Gegebenheiten wieder fallen gelassen werden.

Somit war Mitte des Jahres klar, dass ein neues Feuerwehrgerätehaus an einem anderen Standort errichtet werden muss.

Der mit der Planung beauftragte Architekt, Herr Kemper, fertigte ienen ersten Entwurf, der im September 2008 beim "Hessischen Ministerium des inneren und für Sport" zur Förderung eingereicht wurde. Der Antrag wurde im August 2009 mit einer Fördersumme von 180.000 EUR positiv beschieden. Die Auszahlung war für die Jahre 2010 und 2011 vorgesehen.

Da nach Kostenschätzung, die sich im Bereich 1,2 Mill. Euro bewegte, eine Finanzierung ohne Darlehn nicht möglich war, stellten wir ebenfalls noch in 2008 einen Antrag auf ein Sofortdarlehn in Höhe von 1,1 Mill. Euro.

In den restlichen Monaten des Jahres 2008 und zu Beginn des Jahres 2009 wurde in unseren Gremien sehr intensiv die Standortfrage diskutiert. Zur Wahl standen drei Standorte, die nach verschiedensten Gesichtspunkten geprüft wurden. Dabei war auf Grund der finanziell schwierigen Situation der Stadt auch immer die Kostenfrage ein entscheidendes Kriterium.

Letzendlich, nach intensiven Beratungen und einigen Sitzungen, fiel die Etscheidung auf ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet in Kaichen, das sich in Privateigentum befand.

Solange die Fragen des Standortes, der gewährten Darlehenshöhe und des Zuschusses nicht entschieden waren, wurde die Planung des Gerätehauses auch nur zögerlich vorangetrieben.

Nachdem die vorgenannten Frage geklärt waren, wurde der Architekt angehalten, so schnell wie möglich einen baugenehmigungsreifen entwurf fertig zu stellen.

Zeitgleich dazu wurden die Grundstücksverhandlungen mit dem Eigentümer des in Frage kommenden Grundstücks aufgenommen. Auch eine vereinfachte Umlegung wurde geprüft.

Da die alle mehr Zeit beanspruchte als gedacht, vereinbarten wir mit unserem Architekten, dass er seine Planungstätigkeiten vorerst etwas zurck stellen sollte. Vorangiges Ziel zu diesem Zeitpunkt war es, Planungskosten zu sparen.

Ende des Jahres 2010 zeichnete sich dann aber ab, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Erneut erging an den Architekten der Auftrag den Entwurf nun zügig fertig zu stellen.

Sicher war jedoch, dass auf Grund der fortgeschrittenen Zeit der Baubeginn keinesfalls in 2010 stattfinden konnte.

Im Laufe des Jahres 2011 wurden die Bauantragsunterlagen unter Hizuziehung der örtlichen Feuerwehr fertig gestellt und am 08.10.2011 eingereicht. Die Genehmigungsfiktion für den v.g. Bauantrag trat am 07.11.2011 ein. Zeitgleich wurde die 1. Änderung des B-Plans K 5 vorgenommen, die am 05.10.2011 rechtskräftig wurde.

Am 16.11.2011 wurde der Beschluss gefasst eine "Vereinfachte Umlegung" durchzuführen, die am 13.01.2012 Rechtskraft erlangte.

Während dieser langen Zeit stellten sich noch folgende Probleme ein, die einer Lösung bedurften:

Da in unmittelbarer Nähe, an der gleichen Zuwegung gelegen, eine Biogasanlage errichtet werden soll, muss die Zufahrtentsprechend des höheren Verkehrsaufkommens anders als geplant ausgebaut werden, was eine Änderund des Bebauungsplanes erforderte.

Darüber hinaus wurde erkennbar, dass für eine ausreichende Löschwasserversorgung des Plangebiets entweder ein Löschwasserbehälter mit 100cbm im Baugebiet - oder eine Druckerhöhungsanlage im Ortsnetz installiert werden muss.

Da von einer Erhöhung des Druckes im Leitungsnetz die höher gelegenen Liegenschaften ebenfalls profitieren, wurde die Entscheidung zu Gunsten einer Druckerhöhungsanlage getroffen.

Da nunmehr abzusehen war, dass die Erd- und Ausschachtungsarbeiten voraussichtlich bis Mitte Dezember andauern würden, wurde auf Anraten des Architekten entschieden, dass wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit mit dem Bau des Feuerwehrhauses erst im Frühjahr 2012, sobald es die Witterung zulässt, begonnen werden soll.

Entsprechend dieser Vorgabe wurde die Maßnahme nun auch umgesetzt. Am 14.12.2011 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Mittlerweile wurden die Fundamente errichtet, die Stahlbauarbeiten abgeschlossen und mit den Rohbauarbeiten begonnen.

Die Grundsteinlegung hat am 11.05.2012 stattgefunden.


Dienstag, 20. November 2018