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23.04.2005 - Im Gottesdienst: Qualm aus dem Jugendraum

Niddatal/Wöllstadt (udo). Bei der gemeinsamen Übung der Jugendfeuerwehren aus Niddatal und Nieder-Wöllstadt war die angenommene Lage, dass in der Assenheimer Kirche ein Gottesdienst stattfand, während Jugendliche im Raum unter der Kirche zugange waren. Als unten durch leichtfertigen Umgang mit Streichhölzern und Zigaretten ein Feuer ausbrach, mussten die Gläubigen und die Jugendlichen in Sicherheit gebracht werden.

Von vorn griff die Jugendfeuerwehr Assenheim an und benutzte den Hydranten, von links die Wehr aus Nieder-Wöllstadt, von rechts die aus Kaichen und von hinten die aus Bönstadt und Ilbenstadt.

Stadtbrandinspektor Bernd Reiter begrüßte das Publikum, erläuterte den Ablauf, ließ die Sirenen ertönen und simulierte mit einem Kracher den Knall einer zerberstenden Glasscheibe. Endlich drang auch Rauch aus dem Jugendraum. Die Leitstelle sei unterdessen von einem aufmerksamen Nachbar informiert worden, erläuterte er.

Drei Minuten nach dem Alarm waren die ersten Martinshörner zu hören. Bei mittlerweile markanter Rauchentwicklung trafen die Feuerwehren ein und bauten ihren "Angriff" auf. Während Reiter noch die Notwendigkeit schnellen Vorgehens hervorhob, wurden 20 Minuten nach dem Alarm die Opfer geborgen, wobei eine Verletzte ihren Hund retten wollte, entfloh und wieder eingefangen werden musste.

Peter Calow simulierte gemeinsam mit DRK-Praktikantin Anna-Lena den Rettungswagen und versorgte drei Leichtverletzte und einen Patienten mit einer schweren Rauchvergiftung. Eine halbe Stunde nach dem Alarm verkündete der Stadtbrandinspektor das Ende der Übung. Jetzt begann allerdings der nächste wichtige Teil der Arbeit, nämlich das Reinigen und Ordnen des Werkzeugs. Außerdem musste das Wasser, das in die Kirche eingedrungen war, entfernt werden, denn am Abend sollte ein Gottesdienst gefeiert werden.

Bei der Besprechung dankte der Stadtbrandinspektor allen Beteiligten, kommentierte den Ablauf der Übung und bedauerte das Fehlen des Jugendrotenkreuzes. Unter Vortäuschen von Atemschutz seien der Inneneinsatz zur Menschenrettung und gleichzeitig der Außenangriff zur Feuerbekämpfung erfolgt. Eine so komplexe Übung sei nur an einem großen Objekt, wie der Kirche möglich. Mit der Übung sei er zufrieden, die Handgriffe hätten gesessen. Bürgermeister Hertel lobte anschließend den Einsatz der Jugendlichen und die Zusammenarbeit der Wehren.


Quelle: Wetterauer Zeitung vom 23.04.2005

Montag, 19. August 2019