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23.09.2017 - Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten "Personen" am Steineren Tisch

Am 23.09.2017 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kaichen um 15:00 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen zum Steineren Tisch in Niddatal-Kaichen alarmiert. Nach Alarmierung fuhren das MTF als auch das LF10/6 sowie der RTW, der an diesem Tag in der Kaicher Wache stand, mit Sondersignal zur Einsatzstelle. An der Einsatzstelle erkundete der Gruppenführer gemeinsam mit dem Melder das Schadensereignis. Nach Befehl des Gruppenführers übernahm der Angriffstrupp am VW Fox, der auf der Seite lag, die Menschenrettung. Hier war höchste Eile geboten, um ein Hängetrauma des Verunfallten zu vermeiden. Nachdem der Wasser- und der Schlauchtrupp die Einsatzstelle abgesichert und die technischen Einsatzmittel für den Verkehrsunfall bereitgestellt hatten, öffnete der Angriffstrupp mittels Schneidgerät die Kofferraumklappe des VW, um so eine Zugangsöffnung für den Melder zu schaffen, der sich in das Innere des PKWs begab, um die Person zu betreuen und auf das weitere Vorgehen der Rettungsaktion hinzuweisen. Schritt für Schritt wurden A-, B- und C-Säule durchtrennt und das Fahrzeugdach nach unten geklappt. Nun konnte der Rettungsdienst die Versorgung der Person übernehmen. Anschließend wurde diese mittels Spine-Board zum Sammelplatz gebracht und medizinisch versorgt.

In der Zwischenzeit übernahm der Wassertrupp zusammen mit dem Schlauchtrupp die Retttung der verunfallten Person aus dem Audi A4. Da dieses Fahrzeug glücklicherweise auf allen vier Rädern stand, konnte hier die Heckklappe mit dem Spreizer geöffnet werden. Der Rettungsdienst übernahm hier die ärztliche Versorgung im Inneren des PKWs. Nachdem der Patient stabil war, konnte die Sitzrückenlehne nach hinten gelehnt werden, um das Spine-Board schoned unter den Verunfallten zu führen. Dieser wurde dann durch die Kofferraumöffnung aus dem Fahrzeug gerettet und beim Sammelplatz medizinisch versorgt.

Nun wurden die Einsatzstelle aufgeräumt, die PKWs zum Abtransport vorbereitet und die herumliegenden Scherben und Kleineteile zusammengekehrt.

Da es sich bei diesem Szenario lediglich um eine Übung handelte, wurde diese realitätsnah dargestellt und auf höchstem einsatztechnischen Niveau abgearbeitet.

 

Man konnte beobachten, wie die vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer bremsten, um zu gaffen. Durch plötzliches Abbremsen wurde der fließende Verkehr beeinflusst und sehr gefährdet nur um einen Blick vom Unfall zu erhaschen. Wer bei so einer Übung schon bremst, der bremst auch bei einem echten Einsatz. Diese Leute sollten daran denken, dass sie vielleicht selbst mal in einer Notsituation oder in einen Unfall verwickelt sind und sich eine Rettungsgasse, egal ob auf der Autobahn oder der Landstraße, für anrückende Rettungsfahrzeuge wünschen, damit man ihnen die schnellstmögliche Hilfe bieten kann, die sie benötigen. Aber in der heutigen Zeit von Handy und Facebook geriet dies zunehemend in Vergessenheit, da jeder nur den besten Schnappschuss haben will.

 

Wir bedanken uns bei allen Übungsteilnehmern, sowie bei denen, die die Übung organisiert und aufgebaut haben. Ein großes Lob noch an den RTW aus Florstadt mit Besatzung sowie an eine Kaicher Mitbürgerin, die ihr Auto für diese Übung zur Verfügung stellte.

 

Text: Florian Erlenmaier
Bilder: folgen

Freitag, 20. April 2018